Für die BAG im Namen der LAG Berlin durfte ich 4 Jahre jeweils an einem verlängerten Wochenende Anfang Januar am Interkurs in Innsbruck teilnehmen. Mit großer Dankbarkeit und sehr erfüllt durch den vielfältigen Input blicke ich auf diese Zeit zurück. Mit einer Gruppe, die im politischen Sinn „Drachen tötet“, lustvoll und „scham“- los spielt und dabei tiefste Gefühle auslotet, die eine ganz und gar nicht langweilige „Möwe“ fliegen lässt und sich zuletzt dem „Sauwetterwind“ entgegenstemmt, sind wir mit diesen Themen und Stücken in einen spielerischen Austausch gegangen, der begeisternd war, neue Perspektiven eröffnet hat und fruchtbare Anregungen mitgegeben hat.

Die Gruppe von etwa 20 Theaterschaffenden hat sich in den 4 Jahren intensiver Arbeit gut kennengelernt – es haben sich neue Synergien und Freundschaften ergeben. Wir alle wollten gerne immer weiter das neue Jahr so beginnen!
Leider endete mit diesem Jahr unsere Staffel und gleichzeitig wurde das 30. Jahr des Bestehens des Interkurses gefeiert. Zu einem kleinen Empfang in der Stadtbibliothek Innsbruck am 04.01.26 mit Willi Georg (Die Grünen), Vizebürgermeister haben wir kurze performative Eindrücke aus dem Interkurs erarbeitet und uns damit vorgestellt und gleichermaßen verabschiedet.

Interkurs ist für mich
spielerischer Austausch
– kulturell, kunstvoll, komisch –
mit Spiel, Spaß, Stimmung,
Interaktivität, intrinsischer Motivation, In-Verbindung-Bringen
– vollgut, vollends und völlig –
(auch mit Fremdworten: „Fritaten“, „Griazi“, „Brora“)
theatral, turbulent, taktvoll
im Miteinander mitfühlend mittig.

Ich möchte der Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Amateurtheater-Verbände (AddA) mein großes Dankeschön aussprechen und fühle mich geehrt durch die Auszeichnung der BAG für die LAG Spiel und Theater Berlin e.V. teilnehmen zu dürfen!

(Tine Lechner, BAG Spiel und Theater e.V.)
Staffel VII (2023-2026) des Interkurs‘

– eine Multiplikatorenfortbildung der Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Amateurtheaterverbände (AddA) https://interkurs.weebly.com/konzept.html

Rückmeldungen weiterer Teilnehmer*innen, geschrieben in 2024:

Was macht den Interkurs aus?
Wir treffen einander und werden eine Gruppe.
Wir schließen Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg – definieren uns nicht nur über das Arbeitsfeld.
Wir lernen von- und miteinander, tauschen Gedanken und Erfahrungen aus.
Wir inspirieren einander und lassen uns gerne in die Theaterwelt anderer mitnehmen.
Wir lernen Neues kennen – Stücke, Methoden, Zugänge und Arbeitsweisen.
Wir gehen neugierig und freudig auf das Neue zu – wir haben Vergnügen am Ausprobieren.
Wir lachen viel – und sind doch sehr ernsthaft bei der Sache.
Wir reflektieren über Erlebtes, stellen Zusammenhänge her und teilen unsere Beobachtungen den Referierenden mit.
Wir formulieren wohlwollend und wertschätzend – wo für den*die Referierend*n noch Wachstum möglich ist.
Wir erproben uns an verschiedensten Arten des Feedbacks.
Wir erleben die Ländergrenzen als Bereicherung, denn die Herausforderungen der Theaterarbeit werden überall unterschiedlich bearbeitet.
Wir verstehen uns als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
(…)
(Dagmar Höfferer, ÖBV)

Was bedeutet der Interkurs für mich:
– Unbekanntes auszuprobieren
– neue Schätze für meinen Werkzeug-Koffer zu sammeln
– großartige Methoden und Menschen kennen zu lernen und in Austausch zu gehen
– meinen Arbeitsmethoden in einem geschützten Raum zu reflektieren und auch was wagen zu dürfen.
(Nadia Schwienbacher, STV)

Der INTERKURS ist eine Wundertüte voller Inspirationen.
Der INTERKURS gibt Einblick in vielfältige Theatermethoden und Arbeitsweisen.
Der INTERKURS ermöglicht, bewährte und neue Theaterimpulse auszutauschen und für die eigene Theaterarbeit mit nach Hause zu nehmen.
Die Begegnung und Zusammenarbeit mit den Theaterpädagog*innen aus den beteiligten Ländern ist ermutigend, die Impulse ins eigene Umfeld zu tragen und dort weiterzuentwickeln.
Der INTERKURS ist super, macht Spass und beflügelt.
(Käthi Vöglei, ZSV)

Jedes Mal gehe ich vom Interkurs etwas „reicher“ zurück: reicher an neuen Theater- und Spielerfahrungen, an persönlichen Begegnungen und an intensivem, kollegialem Austausch.
Es ist eine große Freude und etwas sehr Wertvolles mit so zugewandten, offenen und spielfreudigen Menschen von der Nordsee bis an den Lago Maggiore ins neue Jahr zu starten! Dieses länderübergreifende Programm ist nicht nur lehrreich, sondern macht vor allem viel Spaß!
(Saskia Mosler, BdAT)

Was ist der Interkurs für mich?
Ein Pool an Ideen, Denkanstößen, richtungsweisenden Arbeitsmethoden präsentiert von Leuten, die überzeugen – durch ihr Tun! Die Methodik der Interkursler mischt sich aufs Beste aus ihrer Lebens- und Arbeitserfahrungen und dann sind´s so nette Menschen noch dazu!! Im gemeinsamen Ausprobieren, Erfahren theatralischer Möglichkeiten, ergänzt durch persönliche Gespräche am Mittagstisch oder zur späten Stunde wachsen, so bin ich mir sicher, alle – die Referenten, die Leitungstruppe und diejenigen, die gerade weder zu den einen oder anderen gehören, aber früher oder später ja doch!
Eine Freude isses mir und ein Genuss – einzig ein Nachteil an der ganzen Sache soll nicht verschwiegen werden: man bekommt viel zu wenig Schlaf in den 4 Tagen des Interkurses, und das dafür jedes Jahr, naja aber jetzt gilt es wieder 362 Nächte lang genug schlafen:-)!!
(Gernot Nagelschmied, STV)