„OUT- GEFANGEN IM NETZ“

Die preisgekrönte Aufführung des Klassenzimmertheaterstücks von Knut Winkmann für Schüler/innen der 7. – 10. Klasse zum Thema Cybermobbing kommt jetzt unter der Trägerschaft der LAG und der Förderung der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin an Berliner Schulen!

„Am Anfang ist nur dieser Satz. Im Netz. Plötzlich reden alle über dich. Ganz klar, deine Schuld, du hast es schließlich provoziert. Dann tauchen die Bilder auf. Und ein Video. Ein Ende ist nicht in Sicht und du hast das Gefühl zu ersticken. Du willst dem Ganzen ein Ende setzen, es aus deinem Leben löschen. Aber du kannst nichts löschen. Nichts. Denn das Internet vergißt dich nicht.“

Das packende Einpersonenstück mit dem Schauspieler Sascha Hermeth ist ein interaktives Klassenzimmer-Präventionsprojekt der Regisseurin Katja Heiser, das in fast allen Bundesländern bereits erfolgreich und mit großer Resonanz durchgeführt wird.

Inhalt / Was zunächst noch als Aufklärungsunterricht durch den vermeintlichen Polizisten Dominik Stein daherkommt, entpuppt sich schon bald als bittere Realität. Denn Dominik erzählt keineswegs einen Fall aus seinem Polizeialltag, sondern von seiner Schwester Vicky. Das Theaterstück für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren wirft einen Blick auf die Gefahren von Cybermobbing und auf Zivilcourage im realen Leben – ein multimediales Plädoyer an alle Projektteilnehmer, sich des eigenen Verhaltens im Netz bewusst zu werden.

Der Schauspieler Sascha Hermeth spielt direkt mit den Schüler/innen im Klassenzimmer. Die Klasse wird während des Unterrichts mit dem plötzlichen Auftreten des Schauspielers aus ihrem Schulalltag gerissen. Ihnen werden im Verlauf sowohl Opfer- als auch Täterrollen zugeschrieben und Reaktionen aus dieser Rolle heraus abgefordert. Der Realbezug konfrontiert die Schüler auf einer sehr nahen und lebenswirklichen Ebene, die die Schüler erfahrungsgemäß mehr bewegt als ein Gang ins Theater oder eine klassische Diskussionsrunde.

Bewußtmachung medialer Risiken / Mit zunehmendem Internetkonsum unter Schülern und Jugendlichen sowie dem immer wichtigeren Stellenwert Sozialer Medien als Kommunikationsfaktor leistet das Projekt einen Beitrag zur Reflektion der Gefahren und Risiken des Internets bei jungen Menschen. Cybermobbing ist inzwischen ein weitverbreitetes Phänomen, dessen Gefahren für die psychische Gesundheit der Betroffenen weithin unterschätzt werden. Denn besonders perfide bei Cybermobbing gegenüber traditionellem Mobbing ist, daß die Täter anonym bleiben und bis in die Privatsphäre vordringen. Selbst ein Umzug oder ein Schulwechsel, was in harten Fällen teils geschieht, nützt nichts – das Internet ist überall. Die Gefahr einer Traumatisierung des Opfers ist hier deshalb oft höher als beim ‚klassischen‘ Mobbing.

Pädagogische Nachbereitung / Fester Bestandteil des Projekts ist die Nachbereitung im Klassenzimmer direkt im Anschluss des Stückes mit dem Schauspieler und einer Theaterpädagogin. Sie stößt auf der Grundlage des soeben erlebten Theaterstückes eine Diskussion darüber an, welche Gefahr die leichtfertige Nutzung des Internets mit sich bringt – aber auch, welche Mittel und Wege allen Beteiligten zur Verfügung stehen, sich gegen Cybermobbing und Datendiebstahl zur Wehr zu setzen. Die Nachbereitung des Theaterstücks findet in enger Absprache mit den begleitenden Lehrern statt.

Unter der Trägerschaft der LAG Spiel & Theater Berlin e.V. und mit einer Förderung der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin kommt das Klassenzimmertheaterstück, das Sieger beim TheaTrend Festival 2018 für Klassenzimmertheaterstücke war, jetzt an Berliner Schulen und kann für eine Eigenbeteiligung der Schulen pro Aufführung plus Nachbereitung für jeweils nur 130 Euro gebucht werden.

Weitere Informationen: http://klassenzimmertheater.mozello.de

Kontakt: kontakt.out@gmail.com

Franziska Richter 0176-57745267

Allgemeine Informationen zum Stück /

Text:                               Knut Winkmann
Rechte:                          Theaterverlag Hofmann-Paul

Regie:                             Katja Heiser
Spiel:                              Sascha Hermeth

Nachbereitung:            Franziska Richter und Sascha Hermeth
Dauer:                            Zwei Unterrichtsstunden (90 Minuten)
Aufführungsort:           Klassenzimmer der jeweiligen Klasse

Vorraussetzungen:      Overhead- Projektor (Polylux), Raum für Umkleide und Vorbereitung

Kosten:                          130,- Euro Eigenbeteiligung der Schule pro Aufführung und Nachbereitung

Bisherige Förderer / Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, Stiftung der Ostsächsischen Sparkasse, Stiftung der Sparkasse Rotenburg- Bremervörde, Landschaftsverband Stade, AWO Kreisverband Dresden, EWE Stiftung

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